Donnerstag | 19:30 Uhr – 21:30 Uhr

Kein System Change ohne Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise ist die grösste Herausforderung, welcher die Menschheit jemals gegenüber gestanden ist. Die Wirkungen der Klimaerhitzung sind unerbittlich und betreffen weltweit alle und alles. Es bleibt nur noch ein kurzes Zeitfenster, um die globale Erwärmung der Atmosphäre unter 1.5 Grad Celsius zu halten. Die Klimakrise ist im Kern eine Gesellschaftskrise und wird vorangetrieben durch Profitstreben und wachsende Ungleichheiten.

Zwar kann niemand der Klimakrise entkommen. Dennoch verstärken ihre Wirkungen gleich noch einmal die bestehenden Ungerechtigkeiten – zumindest solange wir nichts dagegen unternehmen. Besonders betroffen sind die Menschen im globalen Süden, sind indigene Bevölkerungen, die ärmeren Bevölkerungsschichten im globalen Norden und Ökosysteme insgesamt. Die Weltkonzerne und viele Länder des globalen Nordens hingegen sind weniger stark von den Folgen betroffen, haben aber mehr Ressourcen zur Verfügung, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen.

Wir stehen an einem Wendepunkt der Geschichte. Entschlossenes Handeln ist nun gefordert. Es wird nicht ausreichen, an ein paar technologischen Schrauben zu drehen. Wir müssen vielmehr unser Wirtschaftssystem überdenken und unsere Lebensverhält-nisse grundlegend verändern. Dabei ist genauso wichtig, wie wir das tun, nicht nur, was wir tun. Der Zweck kann die Mittel nicht heiligen.

In diesem Podiumsgespräch erkunden Referent*innen aus Ecuador, Uganda, Deutschland und der Schweiz, wie wir eine gerechte Klimawende schaffen und was es bedeutet, dafür Verantwortung zu übernehmen. Uns interessiert, welche Möglichkeiten in dieser Krise freigelegt werden können, um die Welt gerechter, nachhaltiger und fairer zu gestalten, in welcher Weise wir dafür unsere Lebensverhältnisse umgestalten müssen und wie die globale Klimabewegung wirksamer werden kann.

Begrüssungsvideos

Naomi Klein (USA)
Journalistin und Autorin

Kurzes Video-Interview mit Tetet Lauron, Beraterin Rosa Luxemburg Stiftung, Manila

ReferentInnen

Tadzio Müller (Berlin)
Referent Klimagerechtigkeit und Internationale Politik, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Sonia Seneviratne (Zürich)
Professorin für Land- Klima Dynamik an der ETH Zürich

Ivonne Yannez (Ecuador)
Oil Watch Ecuador, Accion Ecologica

Vanessa Nakate (Uganda)
Klimaschutzaktivistin, Fridays for Future Uganda

Nina Schulz (Deutschland)
Projektleiterin Klimagerechtigkeit und rechtliche Verantwortung, Greenpeace Südostasien

Moderation:
Payal Parekh

Sprache

Englisch mit Simultanübersetzung auf Deutsch

Postskriptum

Wir haben uns dazu entschlossen, zwei AktivistInnen aus anderen Kontinenten zum Kongress einzuladen. Für uns ist der direkte Austausch mit Leuten aus dem globalen Süden von grösster Bedeutung – gerade wenn es um globale Klimagerechtigkeit geht – und dieser Austausch ist viel reichhaltiger, wenn er persönlich vor Ort stattfindet. Wir sind uns aber des klimapolitischen Dilemmas bewusst, das damit entsteht, weil Menschen dafür Flüge in Anspruch nehmen müssen.

Tageskasse

Der Vorverkauf der Dreitages-Pässe für Reclaim Democracy ist beendet. Ab jetzt können Eintritte direkt am Kongress an der Tageskasse gekauft werden:

Angebot an der Kasse am Donnerstag:

Dreitages-Pass für Normalverdienende: CHF 100.- Dreitages-Pass für Geringverdienende: CHF 40.-

Tageseintritte

CHF 50.- pro Tag für Nomalverdienende CHF 25.- pro Tag für Geringverdienende

Für TeilnehmerInnen, die ab 18.30 Uhr Tickets für die Plena kaufen, sind die Preise reduziert:

CHF 25.- für Normalverdienende CHF 10.- für Geringverdienende

Zeitung

Deklaration

Video

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