Freitag | 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

Digitalisierung zwischen emanzipatorischer Aneignung und neuen Herrschaftsformen

Der gegenwärtige Schub der Digitalisierung und die Debatten dazu bewegen die Menschen – zu Recht. Die digitale Transformation ist mit einem tiefgreifenden Wandel in allen Sphären der Produktion und Reproduktion und in unserer alltäglichen Lebens-weise verbunden. Durch die rasante Verbreitung neuer Informations- und Kommuni-kationstechnologien werden nicht nur Organisationformen von Unternehmen, Strukturen von Märkten und Arbeitsprozesse verändert, sondern es entstehen auch neue Formen der Sammlung und Verarbeitung von Informationen und persönlichen Daten, die unseren Alltag prägen.

Jenseits von technologiezentrierter Euphorie und gesellschaftlichen Schreckens-szenarien einer totalen digitalen Überwachung der Gesellschaft möchten wir in dieser Plenumsveranstaltung eine herrschaftskritische Perspektive auf den digitalen Kapitalismus entwickeln. Digitalisierung verstehen wir nicht als unveränderbaren Na-turprozess. Vielmehr nehmen wir ganz bewusst die politischen Möglichkeiten in den Blick und stellen die Frage, wie die Digitalisierung emanzipatorisch gestaltet werden kann.

Wir werden fragen: Wie werden die Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit innerhalb der digitalen Transformation neu verhandelt und definiert?

Welche neuen globalen Arbeitsteilungen bilden sich entlang von ethnischer Herkunft, Klassen, Geschlechtern?

Welche neuen Formen digitaler Herrschaft über Lohnabhängige, Freelancer*innen, Crowdworker*innen haben sich entwickelt?

Wie begegnen wir neuen Formen der Ausbeutung?

Wie werden digitale Technologien von arbeitenden Menschen angeeignet, welche neuen Widerstandsformen und Arbeitskämpfe existieren und sind möglich?

Wie verändert sich die soziale Reproduktion durch die digitale Transformation?

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf unseren Alltag und welche Möglichkeiten informationeller Selbstbestimmung und partizipatorischer Kommunikationsgestaltung existieren?

Wie lassen sich digitale Technologien für eine emanzipatorische Politik aneignen und welche demokratischen Alternativen können wir gestalten?

ReferentInnen

Orhan Akman,
Amazon-Kampagnenleiter bei ver.di Deutschland

Katharina Nocun,
Bürgerrechtlerin und Buchautorin, Berlin

Oliver Nachtwey,
Professor für Sozialstruktur – analyse, Universität Basel

Adrienne Fichter,
Politologin und Redaktorin beim Online-Magazin Republik (angefragt)

Moderation:
Jacqueline Kalbermatter

Sprache
Deutsch

Tageskasse

Der Vorverkauf der Dreitages-Pässe für Reclaim Democracy ist beendet. Ab jetzt können Eintritte direkt am Kongress an der Tageskasse gekauft werden:

Angebot an der Kasse am Donnerstag:

Dreitages-Pass für Normalverdienende: CHF 100.- Dreitages-Pass für Geringverdienende: CHF 40.-

Tageseintritte

CHF 50.- pro Tag für Nomalverdienende CHF 25.- pro Tag für Geringverdienende

Für TeilnehmerInnen, die ab 18.30 Uhr Tickets für die Plena kaufen, sind die Preise reduziert:

CHF 25.- für Normalverdienende CHF 10.- für Geringverdienende

Zeitung

Deklaration

Video

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