Plenarveranstaltungen

Schwerpunkt System Change, not Climate Change

Wie lösen wir uns von der zerstörerischen Materialschlacht und von imperialen Lebensverhältnissen? Welche Verantwortung hat Schweiz als global grösster Handelsplatz, auf dem 40% des länderübergreifenden Handels mit Rohöl abgewickelt wird? Welche klimapolitische Programmatik brauchen wir, und wie entwickeln wir den nötigen Druck?

Rund 15 Ateliers und eine Plenarveranstaltung mit Ivonne Yannez, Tadzio Müller, Tetet Lauron. Video-Botschaft von Naomi Klein.

Schwerpunkt Wahr Sagen, kritische Öffentlichkeit und Demokratie

Die Tragfähigkeit demokratischer Verhältnisse muss laufend erstritten werden. Dazu gehört unabdingbar das ständige Bemühen um Fakten, um akkurate Analysen des Wirklichen, um ein Wahr Sagen. Doch gegenwärtig erleben wir das Gegenteil: Eine Normalisierung des Lügens. Wie verhindern wir, dass damit der Boden für autoritäre Regimes, für Gewalt und Krieg bereitet wird?

Rund 15 Ateliers und eine Plenarveranstaltung mit Silke van Dyk, Slave Cubela, Mark Eisenegger, Susan Boos, Melinda Nadj Abonji

Schwerpunkt Digitaler Kapitalismus, soziale Kämpfe und Demokratie

Wie können wir das Internet für weltweite, offene demokratische Prozesse sichern und rückerobern? Wie können wir die Digitalisierung für neue Arbeitsformen, Arbeitszeitverkürzungen, neue Formen des zivilen Widerstands und von Arbeitskämpfen, für einen umfassenden Service public, für Klimaschutz und Gendergerechtigkeit im Interesse aller nutzen?

Rund 15 Ateliers und eine Plenarveranstaltung mit Katharina Nocun, Oliver Nachtwey, Sybille Bauriedl (angefragt) und Christina Colclough (angefragt)

Ateliers

Die ersten Ateliers stehen fest. Am 12. Dezember wird das ganze Programm veröffentlicht werden.

Internet Governance & Netzpolitik

Wie finden wir angemessene Antworten auf die Okkupierung des Internet durch Kommerz, Datenextraktivismus, dominierende Plattformen, Überwachung, Zensur? Können wir das Internet wieder für offene demokratische Prozesse zurückerobern, und wenn ja wie? Diesen zentralen Fragen von «Reclaim the Internet» wollen wir nachgehen. Wir werfen einen Blick auf die Internet Governance, seine Geschichte und wagen einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen. Im zweiten Teil beleuchten wir aktuelle netzpolitische Themen in der Schweiz (und international). Bevor wir im dritten Teil in eine offenen Diskussion übergehen möchten. – Internet Governance (und Geschichte/Ausblick) (1 Stunde) – Aktuelles aus der Schweizer Netzpolitik (1 Stunde) – Offene Diskussion (1 Stunde)

Markus Kummer, Internet Society; Erik Schönenberger, Digitalen Gesellschaft

Digitale Selbstverteidigung von unten Freie Software und kostenloser Internetzugang für Menschen in Armut

Erster Teil – 1/2 Std.: Seit 12 Jahren setzt sich das Internetcafé Planet13 ein, damit alle kostenlosen Zugang ins Internet erhalten. Informationen und laufende Gratis-EDV-Kurse unterstützen die Aufklärung und die Autonomie über ein Gebiet, dass für viele zuerst einmal fremd und unzugänglich ist. Inklusive Reparaturwerkstätte für PCs und Laptops; Openwireless und Freifunk (Dreiländereck). Was den Datenschutz betrifft sind intern laufend Informationen für alle Gäste zugänglich sowie auch Veranstaltungen für die Öffentlichkeit. Zweiter Teil – 1/2 Std.: Forderungen für die Zukunft, wie sich das Internet entwickeln sollte. – Ausbau von Service public (analog und digital gleichwertig). – Swiss ID – Aufgabe des Staates – Verantwortungsebene und Grunddiskussion – Förderung der Free Software durch den Staat sowie von freien Betriebssystemen – Frauenförderung im Digitalen – Pionierinnen im Digitalen Diskussion und Austausch = 1/2 Std

Christoph Ditzler, Projektleitung Internetcafé Planet13; André Hildebrandt, Leitung Reparaturwerkstätte für PCs, Laptops und Android, Internetcafé Planet13; Avji Sirmoglu, Öffentlichkeitsarbeit & Kultur, Internetcafé Planet13; Sascha Cereghetti, Zuständige für Updates und Administratorin, Internetcafé Planet13

Digitalisierung und Weiterbildung – Hindernisse und Barrieren

Die digitale Transformation führt zu neuen Berufen und verlangt neue Kompetenzen. Hinderlich bei der Bewältigung ist die Erwartung, dass Weiterbildung in der Verantwortung des Einzelnen sei. Denn in der Weiterbildung wird die soziale Selektivität des Bildungssystems noch verstärkt. Was sind die Barrieren für die Teilnahme an Weiterbildung? Wie kann der Zugang zur beruflichen Neuorientierung gefördert werden? Was ist die Berufspasserelle 4.0 in der MEM-Industrie?

Joëlle Racine, Fachsekretärin Unia, zuständig für Bildungspolitik; Beat Baumann, Fachsekretär Unia, zuständig für Digitalisierung

Mehr Selbstbestimmung im Alter dank Digitalisierung und Robotik?

Die Studie der GrossmütterRevolution «Selbstbestimmung und Abhängigkeit» zeigt, dass Selbstbestimmung im Alter das höchste Gut ist. Tragen Digitalisierung und Robotik zu mehr Selbstbestimmung bzw. zu grösserer Unabhängigkeit im hohen Alter bei? Diskussion eines Thesenpapiers aus der Perspektive von Vertreterinnen der Generation, die als nächste von der rasanten Entwicklung betroffen sein wird.

Marie-Louise Barben; Annelise Burger; Ruth Fries; Heidi Witzig; Mitglieder Manifestgruppe der GrossmütterRevolution

Wer einmal lügt. Die Krise der Faktizität und die Neue Rechte

Im Workshop geht es um die neue Konjunktur der Lüge in der Politik, die für rechtspopulistische Kräfte in der Breite kennzeichnend ist. Zugleich wäre es weit gefehlt vor diesem Hintergrund anzunehmen, Lügen oder ein zweifelhafter Umgang mit der Wahrheit seien etwas gänzlich Neues in der Politik. Auf Hannah Arendt, Friedrich Nietzsche und Michel Foucault rekurrierend, sollen im Workshop zunächst Grundlagen für eine Analyse von Wahrheit und Lüge in der Politik gelegt werden, um sodann zeitdiagnostisch die aktuellen Entwicklungen in den Blick zu nehmen und einzuordnen.

Silke van Dyk, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Eine politische Didaktik für die Schule

Die Schule verfolgt heute primär das Ziel, den neoliberalen Kapitalismus mit kompetenten, flexiblen und angepassten Subjekte zu versorgen, so Andreas Hellgermann. Ausgehend von Comenius und dem brasilianischen Befreiungspädagogen Paulo Freire entwirft er eine politisch-emanzipatorische Didaktik, mit der Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit finden können.

Andreas Hellgermann, Lehrer an einem Berufskolleg, Mitarbeit im Institut für Theologie und Politik, Münster; Diskutantinnen: Gabriela Rothenfluh, Präsidentin Kreisschulbehörde Waidberg, Zürich; Moderation: Pascal Zwicky, Denknetz; Tamara Brügger, Lehrerin Schule Milchbuck, Zürich

Technologiegläubigkeit als Ideologie – das Beispiel der USA im 20.Jahrhundert

Der Glaube an die Fortschrittlichkeit technologischer Entwicklung ist im 20.Jh. womöglich das politische Paradigma überhaupt. Am Beispiel der USA soll gezeigt werden, wie dieser Glaube diskursiv hergestellt wurde und welche sozialen Implikationen mit ihm einhergingen. In der Debatte werden wir zudem darauf eingehen, dass Technik auch in der heutigen Ökologie-Bewegung ein zentrales Thema ist.

Slave Cubela

Trust and mistrust in Switzerland and Serbia

Let’s compare to understand better: status of trust and public opinion in Switzerland and in Serbia. Whom and what citizens trust and mistrust? Why and how illusions of neutrality, impartiality and transparency of institutions and procedures are different in Switzerland and in Serbia, and why and how are they similar? Who and how controls and who and how corrupts public opinion in Switzerland and in Serbia today?

Leitung: Sreten Ugričić; Diskutantin: Melinda Nadj Abonji

Ist Medienförderung = Journalismusförderung = JournalistInnenförderung?

Diskussion mit Medien-, Verbands- und Gewerkschaftsvertreter*innen, Medienwissenschaftler*innen, Vertreter*Innen der kantonalen/nationalen Verwaltung:
Was braucht es für einen nachhaltig finanzierten und gut aufgestellten vielfältigen Journalismus in der Schweiz? Und was nicht?

Simon Jacoby, VMZ;  Judith Stofer, SSM; Min Li Marti, Nationalrätin SP; Michael Töngi, Nationalrat Grüne; Linard Udris, IPMZ; Alexandra Stark, Mediaforti; Matthias Künzler, Mediaforti; Stephanie Grubenmann, HSG; Hansi Voigt, VMZ; Manuel Puppis, IMPZ

Wie stellen wir kritische Öffentlichkeit her?

Vorstellung und Diskussion verschiedener kritischer und konzernunabhängiger Medien und ihrer ökonomischen Modelle anhand ihrer Erfahrungen und Reflexionen der Frage: Hat das jeweilige Modell X des Mediums Y die Medienlandschaft, das Selbstverständnis oder die Demokratie verändert? Was können die Medien aus Sicht der AtelierteilnehmerInnen verbessern?

Kaspar Surber, WOZ; Simon Jacoby, Tsüri.ch; Sarah Wendle, Rotpunktverlag; Matthias Hui, Neue Wege; Judith Grosse, Radio Lora

Postmigrantische Öffentlichkeiten – Initiativen einer Neuen Schweiz

Multiple Staatsbürgerschaften, Mehrfachidentitäten und Migrationsgeschichten sind Realitäten der Neuen Schweiz. Trotzdem dominiert noch immer ein anderer öffentliche Diskurs; vielschichtige Diskriminierungenserfahrungen und entsprechende Gegenstrategien gehören daher auch zum Alltag. In diesem Atelier wollen wir Initiativen nachgehen, die das Wissen der Neuen Schweiz vom Rand ins Zentrum bringen.

Mitglieder aus der Institutsleitung von INES; Diskutant*innen von diversen lokalen Initiativen (z.B. Bla*sh, ASZ, Berner Rassismusstammtisch, KriSo Ostschweiz etc.): Anfragen laufen

259 Tage später — Frauen*bilder und Medienfrauen*

Wie werden Frauen* in den Medien dargestellt, was erleben Frauen* als Medienschaffende? Eine Diskussion zu Repräsentation und selbstbestimmtem Arbeiten in der Schweizer Medienbranche.

Salome Schaerer, Frauen*streikkollektiv; Jolanda Spiess-Hegglin, Geschäftsführerin Netzcourage

Desinformation in der digitalen Demokratie

Desinformation erhält durch den Aufstieg der globalen Tech-Plattformen wie Facebook oder YouTube neue Entfaltungsmöglichkeiten. Obwohl Desinformation Ländergrenzen überschreitet, sind demokratische Gesellschaften unterschiedlich stark betroffen. Das Podium nennt Gründe und zeigt Lösungsansätze auf, wie wir als Gesellschaft mit Desinformation in der digitalen Demokratie umgehen sollen.

Podiumsgäste: Mark Eisenegger, Leiter des fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft, Universität Zürich; Adrienne Fichter, Tech-Reporterin beim Online-Magazin «Republik»; Lena Frischlich, Forschungsleiterin «demoRESILdigital», Universität Münster; Edda Humprecht, Oberassistentin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Universität Zürich; Moderation: Linards Udris, Stv. Forschungsleiter am fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft, Universität Zürich, Universität Zürich

Solidarische Postwachstums-Gesellschaft statt (Klima-)Barbarei

Wie sehen die Konturen einer Gesellschaft jenseits von Konsumismus und Profitmaximierung aus? Wie realisieren wir Postwachstum, solidarische Ökonomie und Wirtschaftsdemokratie – ganz konkret? Und wie gelangen wir dahin, bevor die Erde unbewohnbar wird? Beat Ringger erläutert das Konzept der demokratischen Bedarfswirtschaft. Ronja Jansen eröffnet die Diskussion mit ihrer Replik.

Beat Ringger, geschäftsleitender Sekretär des Denknetzes und Autor des Buches „Das System-Change-Klimaprogramm“; Ronja Jansen, Wirtschafts- und Soziologiestudentin, Präsidentin JUSO Schweiz

Demokratie auf dem Öko-Hof

Nachhaltigkeitseffekte demokratischen Wirtschaftens am Beispiel der solidarischen Landwirtschaft Commons (Gemeingüter), deliberative Demokratie und solidarische Landwirtschaft – die Klammer, welche diese drei Bereiche umfasst: Nachhaltigkeit demokratischen Wirtschaftens, in Theorie und Praxis. Jeder Bereich wird 15min eingeführt, die restlichen 45min diskutieren Referent*innen und Publikum mit- und untereinander, im Hintergrund unterstützt durch interaktives digitales Stimmungsmonitoring.

Ursina Eichenberger, Gemüsekooperative ortoloco und Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft (Solawi); Michael Curran, Nachhaltigkeitsforscher (FibL, Forschungsinstitut für biologischen Landbau); Lukas Peter, Käser (basimilch Genossenschaft) und Dozent (Uni SG)

Klima-Charta aus Gendersicht

Nach einem fachlichen Input über die Wichtigkeit des Einbezugs von Genderfragen in die Erarbeitung von Strategien gegen den Klimawandel, sollen im Rahmen eines World Cafés die Grundlagen für eine Klima-Charta aus der Genderperspektive erarbeitet werden. Themenbereiche Bsp.: Verkehr, Wohnen, Finanzen, Konsum, Landwirtschaft, etc.

Tonja Zürcher, Grossrätin BastA!; Heidi Mück, Geschäftsleiterin FachFrauen Umwelt ffu-pee; weitere Vorstandsmitglieder und Exponentinnen der ffu-pee

Jugendliche Klimastreiks in Zürich

Beiträge zu einer Posterausstellung einzureichen, die die Klimastreiks in Zürich ins Zentrum rückt. Die Poster sind als Diskussionsanstoss gedacht, um sich über die Auswirkungen und die Zukunft der Klimastreiks gemeinsam Gedanken zu machen.

Dagmar Püntener, Beryl Zah und Itta Bauer (Geographisches Institut der Universität Zürich)

Zukunft der Arbeit: Das Ende des Wachstums?

Mit einem starken Wirtschaftswachstum und hohen Gewinnen begründete SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard im Herbst 2019 seine Lohnforderungen. Eine Rezession, der Rückgang wirtschaftlicher Entwicklung, führt hingegen zu steigender Arbeitslosigkeit und Druck auf die Löhne. Nicht nur für die Lohnabhängigen und ihre Gewerkschaften wäre das ein Horrorszenario. Auf der anderen Seite ist Wirtschaftswachstum offenbar untrennbar mit der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen verbunden. Müssen wir das Wachstum stoppen, um das Klima zu retten? Geht Umweltschutz nur unsozial? Und wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?

Daniel Lampart, SGB-Chefökonom;  Niko Paech, Postwachstumsökonom, Universität Oldenburg

Wir sind die Wirtschaft! – Demokratische Praxis im Unternehmen

In ihren „34 Thesen” gibt die Denknetz-Arbeitsgruppe «Wirtschaftsdemokratie» Anregungen, wie eine demokratische Wirtschaft aussehen könnte. Wie funktionieret sie und welches sind die Herausforderungen im kapitalistischen Umfeld? Ausgehend von konkreten Beispielen selbstverwalteter Betriebe diskutieren wir, inwiefern Wirtschaftsdemokratie Lösungsansätze für eine menschengerechte Wirtschaft bietet.

Katharina Brandenberger, Mitglied der Geschäftsleitung, Genossenschaft Veloblitz; Martin Klöti, Geschäftsführer der Genossenschaft Glärnischtextil; Moderation: Christian Stocker, Denknetz-Arbeitsgruppe Wirtschaftsdemokratie;  Johannes Wickli, Denknetz-Arbeitsgruppe Wirtschaftsdemokratie

Von der imperialen zur solidarischen Lebensweise

Ausgehend von einer Analyse der imperialen Lebensweise und ihrer Widersprüche werden in dem Seminar Ansatzpunkte und Prinzipien einer Alternative zur Diskussion gestellt. Im Zentrum stehen die Idee einer solidarischen Lebensweise und die mit dieser verbundene Demokratisierung von Politik und Gesellschaft.

Markus Wissen, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Co-Autor mit Ulrich Brand von „Imperiale Lebensweise; Günther Latzel, Denknetz Fachgruppe Sozialpolitik, Arbeit und Care

Lange Nacht der Kritik – Herrschaft, Widerstand & Emanzipation in den Bildungsinstitutionen

Die LNdK ist eine kritische Bewegung gegen Ungleichheit reproduzierende Machtverhältnisse und die zunehmende Ökonomisierung an den Bildungsinstitutionen. 2016 entstanden als Protestveranstaltung gegen die Lange Nacht der Karriere, ist die Bewegung mittlerweile in verschiedenen Städten aktiv.

Am Workshop werden Kritik am Bildungssystem formuliert und Forderungen einer progressiven Bildung diskutiert.

Autoritärer Populismus und Gegenstrategien

Der autoritäre Populismus von rechts ist in den letzten Jahren in Ländern rund um den Globus zu einer realen Gefahr für die Demokratie geworden. Benjamin Opratko zeigt auf, woher diese populistische Gefahr kommt und was sie ausmacht. In der gemeinsamen Diskussion soll es dann vor allem auch um emanzipatorische Antworten auf diesen reaktionären Backlash gehen.

Hauptreferent: Benjamin Opratko, Politikwissenschaftler, Universität Wien; Diskutant*innen: Tamara Funiciello, Nationalrätin SP, Bern (angefragt); Sarah Schilliger, Soziologin, Universität Basel; Moderation: Pascal Zwicky, Denknetz

Irrungen, Wirrungen und Lösungen rund um den Begriff und die Sache „Care

Care ist im Mainstream angekommen. Das ist gut, und es ist Herausforderung: Was ist mit „Care (nicht) gemeint? Wie lässt sich der Boulevardisierung des Begriffs begegnen? Wie wächst Stärke aus Differenzen? Wir wollen von unseren konkreten Einflusssphären ausgehend erforschen, wie aus divergenten Denk- und Handlungsansätzen zu Care eine wirksame Politik des guten Lebens für alle entstehen kann.

Ina Praetorius (WiC); Annemarie Sancar (WIDE); Sibylle Stillhart (Journalistin und Buchautorin)

Solidarität darf nicht strafbar sein!

Unabhängig von der Entscheidung der Räte über die parlamentarische Initiative zu Art. 116 AiG von Lisa Mazzone darf es keine Bestrafung von Solidarität geben. Gemeinsam wollen wir Aktionen entwickeln, wie wir dieses Ziel erreichen können. Expert*innen unterstützen uns dabei

Christoph Albrecht, SJ;  Paul Leuzinger, Netzwerk Migrationscharta; Verena Mühlethaler, Netzwerk Migrationscharta; Lisa Mazzone, Nationalrätin Grüne; Peter Niederröst, Anwalt

Festung Europa/Sterben im Mittelmeer

Mit unterschiedlichen Mitteln verstärkt sich die Festung Europa. Frontex soll massiv ausgebaut werden. Opfer sind die Flüchtenden, die im Versuch, nach Europa zu gelangen, vor allem im Mittelmeer (aber auch anderswo) umkommen (über 35’000 zwischen 1993 und 2018). Welche Implikationen hat diese katastrophale Situation auf das europäische Demokratieverständnis? Was heisst hier «Reclaim Democracy»?

Pierre Bühler, emeritierter Theologieprofessor, Mitglied Koordinationskomitee Migrationscharta.ch;  Andreas Nufer, Pfarrer an der Heiliggeistkirche Bern, Mitglied Koordinationskomitee migrationscharta.ch

Demokratie neu erfinden in der Solidarischen Stadt

Menschen ohne roten Pass können an der offiziellen Schweizer „Demokratie nicht teilhaben. In der Bewegung um ‘urban citizenship’ wird aktuell mit neuen Formen der demokratischen Teilhabe experimentiert (vgl. zum Beispiel www.wirallesindbern.ch). Doch auch in progressiven Städten sind die Möglichkeiten begrenzt, dieses Demokratiedefizit durch eine Ausweitung des Stimmrechts zu beheben. Braucht es zivilen Ungehorsam, um ein Stimmrecht für alle zu erkämpfen, oder muss die Demokratie mit neuen Formen wie z.B. dem partizipativen Budget ein Stück weit neu erfunden werden?

Aktivist*innen der Bewegung «Wir alle sind Bern»

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CHF 200.- als Solidaritätsbeitrag
CHF 100.- für Normalverdienende
CHF 80.- für Denknetz-Mitglieder
CHF 40.- für Nicht- und Geringverdienende

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Schwerpunkte

Die Schwerpunkte des Reclaim Democracy Kongress 2020 erklärt von Payal Parekh, Beat Ringger, David Sommer und Kiros Kikos

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2017

Der Reclaim Democracy Kongress 2017 ist ingesamt sehr erfolgreich verlaufen. Die breite Teilnahme (1800 Personen) übertraf alle Erwartungen. Der Erfolg ist angesichts einer gewissen Unschärfe des Themas hoch zu gewichten und bringt ein breites Bedürfnis nach politischer Orientierung und entsprechenden Debatten zum Ausdruck.

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Vernissage

Mit Pascal Zwicky, Ruth Daellenbach, Simon Küffer, Fabian Molina, Franziska Schutzbach, Markus Wissen, Beat Ringger

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