Samstag | 09:30 Uhr – 11:00 Uhr

W11: Technologiegläubigkeit als Ideologie – das Beispiel der USA im 20.Jahrhundert

Der Glaube an die Fortschrittlichkeit technologischer Entwicklung ist im 20.Jh. womöglich das politische Paradigma überhaupt. Am Beispiel der USA soll gezeigt werden, wie dieser Glaube diskursiv hergestellt wurde und welche sozialen Implikationen mit ihm einhergingen. In der Debatte werden wir zudem darauf eingehen, dass Technik auch in der heutigen Ökologie-Bewegung ein zentrales Thema ist.

Slave Cubela, Autor von „Engineering der Freiheit. Eine kleine Geschichte der bürgerlichen Propaganda in den USA des 20.Jahrhunderts“ | Cornelia Kaus, Philosophin, Psychologin | Raum: Raum für Kinderkultur

K16: Schub für die Klimapolitik – aber wie?

Die Klimaerhitzung macht Druck. Wir brauchen „far reaching transitions“, „unprecedented in terms of scale“, sagt der Weltklimarat. Was heisst das für die Schweizer Politik? Reicht es, Druck auf Parlamente auszuüben? Wenn nein: Was können wir tun? Zusammen mit dem Publikum diskutieren Leute aus verschiedensten Organisationen und Netzwerken, wie wir gemeinsam weiterkommen. Das Format ist eine Fishbowl-Diskussion. Um dafür genügend Zeit zu haben, wird das Atelier als Doppelatelier (2 mal 90 Minuten) geführt. | Las medidas de austeridad en Chile y el Ecuador han causado un aumento de los precios para productos básicos, como el combustible o el transporte público, lo que ha llevado a grandes protestas. Al mismo tiempo, los programas sociales de muchos países en América Latina se han financiado con los ingresos procedentes del petróleo y gas. ¿Qué podemos aprender de estas protestas, para que la sociedad sea más equitativa y respetuosa con el clima?

Dore Heim, Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB | Patrick Hofstetter, WWF | Samira Marti, Nationalrätin SPS | Lisa Mazzone, Ständerätin GPS | Christian Lüthi, Klima Allianz | Beat Ringger, Denknetz | Yurek Fuchs, Klimastreikbewegung | Jürg Staudenmann, Alliance Sud | Zoe Stadler, Klimastadt Zürich | Lars-Florian Tödter, Collectif Break Free Genf | Tiziano de Luca, Workers for Future | Céline Pfister, Gletscherinitiative | Raum: Proberaum 2

K18: Soziale Bewegungen in Lateinamerika: Keine Klimagerechtigkeit ohne wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit

Austeritätsmassnahmen in Chile und Ecuador hatten Preiserhöhungen für grundlegende Güter zur Folge, u.a. für Treibstoff oder für den öffentlichen Verkehr, was zu breiten Protesten geführt hat. Gleichzeitig waren soziale Programme in vielen lateinamerikanischen Ländern durch die Einkünfte aus Erdöl- und Gasexporten finanziert. Was können wir aus den Protesten in Lateinamerika lernen, um zu einer gerechteren und klimafreundlicheren Gesellschaft zu gelangen?

Ivonne Yannez, Accion Ecologica, Ecuador | Malte Seiwerth, Historiker und Journalist | Moderation: Yvonne Zimmermann, Solifonds | Sprache: Spanisch mit Simultanübersetzung auf Deutsch | Raum: F + F

W8: Machen Medien Demokratie? Vom Versuch des Journalismus, das Selbstgespräch der Gesellschaft wahrer und gerechter zu machen

Wie können Medien „wahr sagen“ und kritisch sein, ohne Spaltung und Polarisierung zu verstärken? Journalist_innen befolgen Regeln: Quellen prüfen, Information vor das Urteil stellen. Doch vielleicht ist es Zeit, über Grundlagen der demokratischen Öffentlichkeit zu reden: die Verfassung zum Beispiel. Über Rolle und Möglichkeiten von Rundfunk und Presse diskutiert die Deutschlandfunk-Redakteurin Ulrike Winkelmann.

Referentin: Ulrike Winkelmann, Deutschlandfunk | Judith Huber, SRF | Simon Jacoby, tsri.ch | Organisiert und unter Teilnahme von: Melinda Nadj Abonj, Nina Scheu, Camille Roseau | Raum: Clubraum

K15: Ziviler Ungehorsam – eine effektive Strategie gegen die Klimakrise

Was ist ziviler Ungehorsam und warum ist er effektiv? In diesem Atelier stellen Gruppen aus Deutschland und der Schweiz ihre Erfahrungen mit zivilem Ungehorsam als Aktionsform vor. Wie lässt sich ausreichend Druck auf Entscheidungsträger aufbauen, um sie zu bewegen, geeignete Wege aus der Krise einzuschlagen? Gemeinsam diskutieren wir, wie die Forderungen nach Klimagerechtigkeit im Jahr 2020 die nächste Eskalationsstufe erreichen können.

Tadzio Müller, Rosa Luxemburg Stiftung, Ende Gelände | Laura Weis/Philipp Bedall, Sand im Getriebe | Karoline Caicedo, Globale Filmfestival, Berlin | Lars-Florian Trödter, Collectif Breakfree Suisse | Aktivist*innen, Collective Climate Justice | Raum: Artists in Residence

K17: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ Die Kraft der jugendlichen Klimabewegung

Ausgangspunkt für den Workshop wird eine Posterausstellung sein, die Beiträge von und für Jugendliche zu ihren eigenen Klimastreik-Erfahrungen und Forderungen zeigt. Wir gehen gemeinsam durch die Ausstellung und nehmen die Poster zum Anlass, um über die Auswirkungen und die Zukunft der Klimastreiks zu diskutieren.

Dagmar Püntener | Beryl Zah | Itta Bauer | Raum: Proberaum 2

A7: Kann das Los die Demokratie beleben? Fazit aus einem Experiment im Wallis

Im November 2019 kamen in Sitten (Sion) 20 per Los bestimmte Bürger*innen zusammen, um über eine Volksinitiative zu deliberieren. Ihre Schlussfolgerungen wurden allen Stimmberech-tigen von Sitten verschickt. Mehrere Umfragen haben dieses Experiment begleitet, um seine Wirkung auf das Stimmvolk analysieren zu können. Im Seminar werden die ersten Ergebnisse dargestellt und mögliche Anwendungen diskutiert.

Leitung: Nenad Stojanović, Université de Genève | Referent: Alexander Geisler, Université de Genève | Diskutantin: Lea Portmann, Universität Luzern | Raum: Tanzstudio

Anmerkung: Das Atelier „W7: Postmigrantische Öffentlichkeiten – Initiativen einer neuen Schweiz“ muss leider abgesagt werden.

Tageskasse

Der Vorverkauf der Dreitages-Pässe für Reclaim Democracy ist beendet. Ab jetzt können Eintritte direkt am Kongress an der Tageskasse gekauft werden:

Angebot an der Kasse am Donnerstag:

Dreitages-Pass für Normalverdienende: CHF 100.- Dreitages-Pass für Geringverdienende: CHF 40.-

Tageseintritte

CHF 50.- pro Tag für Nomalverdienende CHF 25.- pro Tag für Geringverdienende

Für TeilnehmerInnen, die ab 18.30 Uhr Tickets für die Plena kaufen, sind die Preise reduziert:

CHF 25.- für Normalverdienende CHF 10.- für Geringverdienende

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